Ausdrückliches Lob für Motorradfahrer von Seiten der Polizei hat es am Pfingstsonntag in und rund um die Waldschänke bei Rehschaln (Kreis Passau) gegeben. „Alles war vorbildlich“, lautete das Fazit der drei Beamten – Hauptkommissar Andreas Stockinger von der Inspektion Passau und zwei seiner Kollegen von der Verkehrspolizeiinspektion Passau auf BMW-Dienst-Bikes – nach der zwölften Wohltätigkeitstour des Fördervereins Passauer Benefiz-Motorradkorso. 284 Teilnehmer ließen nicht nur die Motoren aufheulen, sondern auch die Spendenkasse klingeln. Jeweils 1871,50 Uhr gehen an die Hilfsvereine Kinderhilfe Holzland in Haarbach und „Mia fia di“ in Passau.
Die Organisatoren rund um den Vorsitzenden der „Korsoaner“, wie sich der Veranstalter auch nennt, zeigten sich begeistert von der starken Resonanz. Erich Zieringer und sein Team freuten sich über viele Biker, Triker, Roller- und Quad-Fahrer, teils mit lustigen Helm-Hüllen in Tierform. Auch treue Freunde vom Club „Scarburas“ aus dem Raum Udine in Norditalien waren angereist, um zu spenden und mit den Gastgebern über alle sprachlichen Barrieren hin weg zu feiern. Der Motorrad-Enthusiast mit der weitesten Anreise war zweifellos wieder Alfredo Monti aus Giulianova in den Abruzzen in Italien, der die Waldschänke bei Rehschaln im Wohnmobil mit Motorrad auf einem Anhänger angesteuert hatte.
Flottes Tempo galt ausschließlich für das Berechnen des Gesamterlöses und die Beschriftung der symbolischen Spendenschecks. Ehrengäste bei deren Überreichung an Rosi Berger von der Kinderhilfe Holzland sowie an Johannes Just, Michael Neiß, Günter Rother und Klaus Rother von „Mia fia di“, deren Organisationen damit unverschuldet in Not geratenen Mitbürgern – vorrangig Kindern und ihren Familien – finanziell unter die Arme greifen, waren Fürstenzellers erste Bürgermeisterin Rita Silbereisen und Passaus zweiter Bürgermeister Andreas Dittlmann. Wie sie hatte auch der Landrat zum Korso-Start ein Spendenkuvert mitgebracht. „Macht weiter so“, rief Rita Silbereisen den Bikern zu, denen Andreas Dittlmann neben der Freude am Benefiz-Touren eine stets unfallfreie Fahrt wünschte.
Viel Beifall fürs Rahmenprogramm
Dadurch fühlten sich die „Korsoaner“ sehr geehrt, beteuerte Erich Zieringer, der die Runde darüber informierte, einen Teilbetrag an die Kinderhilfe Holzland weitergeleitet zu haben. Dort war die Not eines zugezogenen alleinerziehenden Vaters dreier minderjähriger Kinder in einem Dorf im Bayerwald bekannt geworden, der dringend auf ein fahrtaugliches Auto angewiesen war. Über den bayerischen Helferverband konnte ein gebrauchtes Fahrzeug beschafft werden. „Für so etwas ist das Geld gedacht“, erklärte Rosi Berger unter Applaus.


