Der Passauer Benefizkorso

Der Sinn des Benefizkorsos ist Geld einzunehmen, welches dann an gemeinnützige Einrichtungen in der Region weitergegeben wird.

Angeboten wird eine gemeinsame Ausfahrt, für die die Fahrer jedes teilnehmendes Fahrzeuges eine symbolische Startgebühr von 10,- Euro entrichten. Diese Startgebühr, sowie eventuell erhaltene zusätzliche Spenden werden zu 100% ohne irgendwelche Abzüge sofort nach dem Korso der von uns ausgewählten gemeinnützigen Einrichtung übergeben.

Sämtliche Auslagen wie z. Bsp. Gebühren bei diversen Ämtern oder der Druck von Flyern und Plakaten werden aus anderen Quellen finanziert. Seit der Gründung des Fördervereines bestreiten wir diese Kosten aus den Mitgliederbeiträgen und Einzelspenden, die der Verein erhält. Davor durch Sammlungen an diversen Biker-Stammtischen und Spenden aus den eigenen Reihen oder von Gönnern, die uns unterstützen wollten.

Außergewöhnlich – und wohl auch mit ein Grund für den wachsenden Zulauf – ist beim Passauer Benefiz Motorradkorso die Streckenlänge. Bei den meisten anderen Korsos beträgt diese nur wenige Kilometer und wird oft nur in Schrittgeschwindigkeit gefahren.Mit einer Fahrstrecke zwischen 50 und 90 Kilometern gehört unser Korso wohl zu den längsten Bayerns, wenn nicht Deutschlands. Das vorausfahrende Polizeifahrzeug fährt eine Geschwindigkeit von ungefähr 60 km/h, so daß auch leistungsschwächere Fahrzeuge mithalten können, aber die Fahrt trotzdem nicht zu langweilig wird.

Die Länge der Strecke erfordert dafür aber ein erhebliches Maß an Aufwand. Zunächst heißt es, eine Strecke zu finden, die weitgehend abseits der Hauptverkehrsstraßen laufen soll, um den öffentlichen Straßenverkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Dabei soll die Strecke aber dennoch so gut ausgebaut sein, daß der Gegenverkehr problemlos passieren kann und auch wenig geübte Fahrer problemlos mitfahren können. Eine landschaftlich ansprechende Route zu finden, ist in der Passauer Umgebung dagegen kaum ein Problem.Nachdem eine (jedes Jahr neue) passende Strecke gefunden wurde, fängt die eigentliche Arbeit erst an. Zunächst muss die Route nach einer gemeinsamen Abfahrt von Ordnungsamt und Polizei genehmigt werden. Dabei müssen die benötigten Straßensperren von uns schon vorher festgelegt worden sein.

Sobald die Korsostrecke genehmigt ist, gilt es, „Personal“ für die Straßensperren zu finden. Laut Gesetz dürfen solche Sperren nur von Polizei, THW oder Feuerwehr durchgeführt werden. Polizei und THW könnten aufgrund der Länge der Route nicht so viel Personal abstellen, so daß schon seit dem ersten Korso 2011 diese Aufgabe von den ortsansässigen Feuerwehren, in deren Zuständigkeitsbereich sich die jeweilige Straßensperre befindet, bewältigt wird. Beim „Rekord-Korso“ 2015 waren beispielsweise 21 verschiedene Feuerwehren im Einsatz! Erwähnenswert ist auf jeden Fall, daß die Feuerwehren ihre Aufgaben jedes Jahr gerne und ohne Gegenleistung übernehmen. Für ihren Einsatz erhalten sie lediglich Gutscheine für Brotzeit und Getränke im Hacklberger Biergarten. Die Kosten hierfür werden vom Wirt des Hacklberger Bräustüberls übernommen.

An Stellen, wo Teilnehmer des Korsos evtl. falsch abbiegen könnten dürfen wir auch eigene Leute als Einweiser aufstellen. Auf der Strecke und im Korso selbst werden Motorradfahrer aus unseren Reihen platziert, die verhindern sollen, daß während des Korsos große Lücken darin entstehen. 2015 waren das knapp 40 Leute auf ihren Bikes.Je nach Teilnehmerzahl werden die eintreffenden Teilnehmer vormittags auf bis zu vier Parkplätze verteilt. Hierfür werden auch etliche Helfer benötigt, die die Startgebühr kassieren und den Leuten ihre Parkplätze zuweisen. Ein Großteil dieser Leute schwingt sich beim Start des Korsos auf ihre Bikes und betreut den Korso dann als Guide oder Streckenposten. Durch die „Doppelbelegung“ der meisten unserer Leute mit zwei Posten konnten wir die bisherigen Korsos mit rund 50 Helfern bewältigen.

Sehr hilfreich für uns ist, daß wir in der Hacklberger Brauerei und dem Pächter des Bräustüberls Partner gefunden haben, die unser Vorhaben zu 100% unterstützen. Auf den Parkplätzen rund um den Biergarten ist genügend Platz für alle Fahrzeuge und im Biergarten selbst werden die Biker schnell mit Speis und Trank versorgt werden. In den letzten Jahren wurde die Spendensumme auch von Brauerei und/oder Pächter nach oben aufgerundet.

Insgesamt wurde bisher eine Gesamtspendensumme von

0
Euro

erzielt und komplett an die Spendenempfänger weitergegeben.